Das Wohnstallhaus

Denkmalgeschütztes Bauernhaus aus dem Jahr 1848


Als Wohnstallhaus wird ein bäuerliches Gebäude bezeichnet, das zwei Funktionen innehatte: Wohnen und Stall. Im Wohnstallhaus wohnte also der Bauer samt Familie mit den Tieren unter einem Dach.

 

So war es auch am Steinhof. Hinter der Haustüre geht es rechts in die Stube und links in den Stall. Dort waren etwas 30 bis 35 Tiere untergebracht. Drei Pferde, ein Ochse, Mutterkühe und das Jungvieh.

 

Es gibt auch Wohnstallhäuser, wo die Landwirtsfamilie über dem Stall wohnte. So konnte zum Beispiel die Kuhstallwärme für sich genutzt werden. Arrangieren musste man sich allerdings mit der Geruchsbelästigung. Am Steinhof befindet sich über dem Stall der sogenannte Stallboden – hier wurde Heu und Stroh gelagert und konnte über eine große Luke an der Stallrückwand direkt zu den Tieren eine Etage tiefer gelangen.

 

Der Stall im Wohnstallhaus ist ein sogenannter Kreuzgewölbe-Stall. Das Eigengewicht der gewölbte Raumdecke liegt auf Pfeilern auf. Bis etwas 1960 wohnte am Steinhof der Bauer direkt neben dem Kuhstall. Dann wurde aus wirtschaftlichen Gründen weiter oberhalb ein moderner Aussiedlerhof errichtet.

 

Heute ist das Wohnstallhaus am Steinhof wieder bewohnt. Für drei Generationen dient das denkmalgeschützte Gebäude als Zuhause.